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LIONS CLASSIC 2014

Nachdem unsere Familie beim letzten Mal mit zwei Oldies gestartet war, wurde diesmal dem jüngeren Fahrzeug, einem 61er MG Midget, der Vorzug gegeben - zu sehr hatte sich unser Vorkriegspeugeot in 2012 verausgabt. Dem MG wurde zuvor noch eine neue Kopfdichtung und eine neue Zündanlage spendiert. Meine Frau, zur Geheimhaltung selbst der wenigen ihr bekannten Details eisern entschlossen, verdingte sich diesmal als Streckenposten

 

Meine Tochter – mit gerade 3 Jahre altem Führerschein - würde die Fahrerin sein und ich diesmal den "Franz" auf dem Beifahrersitz geben (diesem alten Spitznamen für den Copiloten aus der Fliegerei verdankt die Welt den Begriff "sich verfranzen"). Somit würde sich mein Kartenlesedefizit ideal mit der notorischen Rechts-Links Schwäche der Fahrerin ergänzen können.

 

Ein paar "harmonische" Trainingsrunden hatten wir vorher noch gemeinsam absolviert ("…schon wieder den Blinker nicht abgestellt" – "das macht hier gefälligst der Beifahrer, ich hab' schon genug mit diesem "Zwischengas" zu tun…") aber am Morgen des 28.6. kamen wir voller Vorfreude in die Stadthalle Breisach zur Fahrerbesprechung. So viele schöne Autos, wohl über 50, teilten sich den knappen Parkraum. Wir freuten uns an der guten Organisation, schnappten uns unser Lunchpaket und bereiteten uns auf den Fahrtantritt vor. Der Fahrerin fiel auf: Das Roadbook hat sogar Meilenangaben – eine Sorge weniger! Aber würde das Wetter halten? Eine Rallye macht mit offenem Verdeck deutlich mehr Freude, besonders da Letzteres bei Oldies im Regen meist nur knapp vor dem Ertrinken rettet und sein Verschluss meist ein Ingenieurdiplom voraussetzt

 

Der Auftritt aller Teilnehmer am Start war makellos und der Conférencier hatte alles fest im Griff. Nur fünf Autos waren ein Jahr älter als unseres, offensichtlich waren wir mit der Entscheidung unsere alte „Peugette“ zu schonen, gut beraten. Denn flott ging es über Land! Und die paar Kilometer bis zum ersten Stopp am Weinbaumuseum in Achkarren waren rasch bewältigt. Wein gab’s hier noch keinen, dafür knifflige Quizfragen und auch Zeit für einen Griff ins Lunchpaket, denn das Feld war hier noch eng beieinander

 

Zu absolvieren war dann ein Quadparcours – Noch nie hatte ich auf einem solchen Ding gesessen. Traktorerfahrung zählte hier offensichtlich nicht. Entsprechend hatte meine Tochter die Lacher auf ihrer Seite, wenn ich wieder mal einen Pylon gerammt hatte. „Na, großer Fahrlehrer - war wohl eher Qual als Quad!?“ Diese Quad-Rad-Tour des Kreises ging den jüngeren Akteuren durchweg leichter von der Hand

 

Ohne große weitere Probleme erreichten wir auf dann bald kurvigen und später auch bergigen Straßen den Jägertonihof in Dörlinbach. Die Strecke dorthin ins schöne Schuttertal ist eine Augenweide; seltsam, dass wir uns noch nie zuvor hierher „verirrt“ hatten. Hier waren schon zahlreiche Teilnehmer vor uns angekommen und hatten in weiser Voraussicht ein Scheunenvordach als Unterstand für ihre Wagen gewählt. "Na, bleibt das trocken? – Klar doch. Das Verdeck bleibt unten".

Der 1511 gegründete Jägertonihof glänzt mit seiner herrlichen Lage und einer von einem Wasserrad munter angetriebenen Getreidemühle mit Gerstenstampfe. (Fast) alles ist original von 1850, ergänzt um technische Errungenschaften des frühen 20. Jahrhunderts. Wer Oldtimer liebt, ist meist auch von solchen Technikdenkmälern fasziniert und entsprechend groß war das Interesse an der Mühlenführung durch den Besitzer.

 

Die allseits beste Laune wurde auch nicht durch den nun doch einsetzenden Regen getrübt: "Los jetzt aber, das Dach zu!!!" Der Weg zum geschotterten Parkplatz ist nicht der Kürzeste, entsprechend sportlich war die Sprinteinlage. Danach schmeckte das ohnehin gute Essen der Mühlenwirtschaft (aus eigener Produktion) natürlich noch besser.

 

An der Wilden Gutach stoppten wir ganz zahm an einem Minigolfplatz. Golf-Besitzer hätten hier natürlich einen Vorteil beim Punktekampf gehabt – der einzige Volkswagen war aber ein Käfer und so ging es absolut gerecht zu, als unsere Leistung hier von erfahrenen Golfexperten kritisch be-gutach-tet wurde. Auch das Wetter hatte sich beruhigt und spielte fortan wieder freundlicher mit

 

Im eigens unter Zeltdächern aufgebauten "Café Lions" kamen vor der letzten Etappe noch einmal alle Besatzungen entspannt und freundschaftlich zusammen und verglichen ihre Antworten auf die Rätselfragen, die wir unterwegs hatten lösen müssen.

 

Die Lionsfreunde am Straßenrand hatten gute Arbeit geleistet und glücklicherweise gab es keine technischen Ausfälle – für deren Abhilfe jede denkbare Unterstützung organisiert worden war. Servicewagen und Werkstatt-Team mussten nicht ausrücken und wir kamen diesmal vollzählig wieder in Breisach an, wo bereits alles für Ausklang und Abendessen mit Rheinblick auf der MS Weinland Baden bereitstand. Eine kurze Wartezeit erlaubte es, sich zu erfrischen und heimgekehrte Fahrzeuge noch zu betanken. Ab 18:30 wurden wir dann über die Gangway an Bord geleitet und nun durften auch die Fahrer und Beifahrer sich – endlich - mit dem guten Sekt und Wein vom Kaiserstuhl für ihre Leistung bedanken lassen

 

Da bleibt dann nur noch zu berichten, dass die Stimmung bei der musikalisch untermalten Siegerehrung entsprechend ausgelassen war und uns völlig unverhofft (wir hatten eher mit einer roten Laterne gerechnet) eine gute Platzierung zu teil wurde.

 

Den vielen Helfern und dem Organisationsteam wurde ergiebiges und verdientes Lob gezollt, schöne Preise wurden vergeben. Noch wichtiger aber schien uns die gute gemeinschaftliche Er-Fahrung und die Aussicht auf ein Wiedersehen bei der Bodensee-Rallye unserer dortigen Lionsfreunde im nächsten Jahr, spätestens aber bei der Lions-Rallye in Breisach 2016!

 

LF Dr. Michael Pfeiffer

 

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