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Lions CLASSIC 2010

Breisach, 19.Juni. 2010, 10.00 Uhr – Regen …das hatte ich mir anders vorgestellt! Ich war am Morgen vor 8.00 Uhr mit meinem frisch geputzten und polierten Motorradgespann nach Breisach gekommen und hatte schon 18 km lang immer wieder misstrauisch nach oben ins Grau der dichten Regenwolken „gelinst“ - doch es blieb trocken.

 

Soviel Glück hatten nicht alle. Einer meiner beiden Motorradkollegen kam nur mit Mühe nach Breisach. Das ganze Regenwasser hatte die Zündung „unterspült“ und so lief seine 47 Jahre alte R69S nur noch auf einem „Topf“. Hilfe kam vom Servicewagen der Firma Auto-Meyer/Endingen. Die Jungs dort waren gut ausgerüstet, verstanden ihr Handwerk und von irgendwo her zauberten Sie schließlich sogar einen passenden Zündkerzenstecker, der das Problem behob.

 

Nun stand ich am Start, zwei alte BMW-Motorräder vor und mehr als 80 automobile Schmuckstücke hinter mir. Während die Regentropfen auf meinen Helm prasselten, überlegte ich noch, wie der alte Peugeot von 1929 wohl auf dieses Wetter reagierte? Hielten die Jaguar E-Type Cabrios das Wasser draußen? War ein 400 PS Bolide, wie der Lamborghini Miura S, von ’69. auf den schmalen, regennassen Sträßchen überhaupt fahrbar? All diese Gedanken huschten mir durch den Kopf, als der Starter uns aufrief. Jetzt nur nicht zuviel Gas geben, denn die Lacheinlage wegen des nassen Teppichs wollte ich nicht riskieren.

 

Hinaus aus Breisach zum Tuniberg hinüber, führte uns die traumhafte Strecke. Die regennasse Straße verhinderte jede zügige Fahrweise und so fehlte mir auf den schmalen Straßen den Schauinsland hinauf, genau der Schwung, der mein Schwenkgespann normalerweise um die Kurve bringt – jetzt war Körpereinsatz gefragt! Obwohl ich hart auf meinem Gespann arbeiten musste, wollte und wollte es mir nicht warm werden! Warum auch, alles war feucht, die Nebel zogen herum, es hatte gefühlte 5°C und meine Laune war auf dem Nullpunkt! Während uns jede Kurve näher ins Belchenland brachte, war ich selbst nahe daran aufzugeben - alleine der Stolz war stärker! Endlich erreichten wir nach etwa 80 km und mehreren Prüfungen unser Mittagsdomizil, die warme Stube des Gasthof Maien/Niederböllen.

 

Ein deftiges Mahl und die bereits erwähnte warme Stube hob erst unsere Körpertemperatur und dann unsere Laune. Eigentlich recht vergnügt gingen wir nach einer reichlich langen Pause mit etwas gemischten Gefühlen auf den zweiten Teil der Classic 2010 ....und jetzt war alles anders, denn das Wetter meinte es gut mit uns!

 

Es zog auf, die Sonne kam heraus und der warme Fahrtwind trocknete unsere Motorradklamotten – ja genau so hatten wir uns das gewünscht! Die Kurven schienen mir jetzt so gar nicht mehr mühsam und mein Gespann schwang praktisch von ganz alleine im Takt der aufeinander folgenden Kurvenkombinationen hinunter nach Badenweiler. Wir waren jetzt zügig unterwegs und mussten lediglich Ferrari und M1 ziehen lassen. Die beiden waren mir schon am Morgen aufgefallen, denn sie verkörperten zusammen mit dem Lamborghini meine automobilen Kindheitsträume.

 

Der Schlossplatz von Badenweiler lag im herrlichen Sonnenschein und nun sah ich sie endlich in Ihrer ganzen Pracht glitzern. Lotus, MG, Jaguar und Triumpf standen dort zusammen mit Oldies von Daimler, Porsche und VW. Gleich daneben funkelten Raritäten von Opel, Ford und BMW. Nicht zu vergessen die Prachtstsücke von Renault, Citroen und Sunbeam. Nach Kaffee und Kuchen ging es mit einem kurzen Abstecher ins liebliche Markgräflerland über’s Elsass und Neuf Brisach zurück nach Breisach.

 

Die wenigsten wussten es und daher war der Abend auf der Weinland-Baden eine herrliche Überraschung. Während wir unsere Tagessieger kürten, genossen wir das feine Abendmenü, die Live-Musik und eine sensationelle Stimmung. So verhalten, wie die Rallye begonnen hatte, so ausgelassen endete sie – und wir hatten allen Grund zum Feiern, denn wir erwirtschafteten für die Jugendarbeit am Kaiserstuhl einen Erlös von etwa 10000 EUR.

 

LF Rainer Pilipp

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